Öffentliche Parks

Domberg
Auf dem Domberg befand sich ursprünglich die Bischofsburg und die Domkirche. Nach den Zerstörungen im Nordischen Krieg wurde das Gebiet um die ruinierten Bauwerke von der Bevölkerung als Weideland für ihre Tiere benutzt. Erst nach der erneuten Eröffnung der Universität von Tartu durch Zar Alexander I. ging der Domberg und sein umliegendes Gelände als ein Geschenk des Zaren in den Besitz der Universität über. Der Universitätsarchitekt J.W.Krause (1757 – 1828) plante auf dem Domberg einen Park als Erholungsfläche für die Bevölkerung und baute dort auch mehrere Universitätsgebäude. So entstand das alte Anatomikum, die Sternwarte, das Hauptgebäude der Universität am Fuss des Dombergs, das Gebäude des heutigen Staatsgerichtes, die Universitätsbibliothek und die Engelsbrücke unter seiner architektonischen Leitung.
Im Park wurden Wege angelegt und Bäume gepflanzt, von denen heute einige schon über 200 Jahre alt sind und bei einem Spaziergang wunderbare Schattenspender sind.



Botanischer Garten
Lai 40
Absolut sehenswert ist diese über 3 Hektar grosse Anlage am Rande des Emajögieflusses. Der Park ist mit weit über 6000 verschiedenen Pflanzenarten aus der ganzen Welt bestückt. Er besitzt ein tropisches und ein subtropisches Gewächshaus mit Pflanzen aus Südamerika, Asien, Afrika und Australien. Im Jahr 2006 wurde ein wunderschöner Clematisgarten angelegt, der wie der mit 200 verschiedenen Sorten bepflanzte Rosengarten im Sommer für eine einzigartige Blütenpracht sorgt.

Pirogov-Park
Dieser Park liegt direkt hinter dem Rathausplatz und ist bei allen Studenten und jungen Bewohnern der Stadt sehr beliebt, denn hier darf man ausnahmsweise in der Öffentlichkeit Alkohol trinken.

Raadi-Park
Von einem deutschen Gartenarchitekten ( Peter Joseph Lenne) entworfen und auf dem Raadi-Gutshof angelegt befindet sich der Park am Westufer des Raadi-Sees. Teile des heutigen Parks wie das freigestaltete Arboretum, das zur praktischen Ausbildung für die Landwirtschaftsstudenten angelegt wurde und der obere Bereich, der den See und das Arboetum miteinander verbindet, stehen heute unter Naturschutz.Viele der ursprünglich angepflanzten Bäume sind den Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen, so das ein grosser Teil entweder zerstört oder krank wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Raadi-Park mit verschiedenen dekorativen Zusatzmassnahmen architektonisch ergänzt.